Teilnehmer beim schamanischen Trommelbau Workshop auf dem Amperhof

Was ist ein STANI DRUM Trommelbau Workshop?

Erfahre, wie sich ein schamanischer STANI DRUM Trommelbau-Workshop anfühlt: Klang, Achtsamkeit, Sound Healing, Transformation und echte Verbindung.


Wie sich ein STANI DRUM Trommelbau-Workshop wirklich anfühlt

Am Ende dieses Tages hältst du eine Trommel in den Händen. Aber eigentlich beginnt ihre Geschichte viel früher: mit einer Ahnung, einer Vorstellung von einem Klang. Vielleicht mit einem bestimmten Tier, einem Holz oder einer Größe, die dich nicht mehr loslässt. Vielleicht weißt du aber auch überhaupt noch nicht, wie deine Trommel aussehen oder klingen soll.

Du weißt nur: Ich möchte meine eigene Trommel bauen.

Genau dort beginnen wir. Nicht mit einer Trommel aus dem Regal und auch nicht mit einem fertigen Bausatz. Sondern mit dir.

Ein neues Wesen erschaffen

Deine Trommel beginnt vor dem Workshop

Vor dem eigentlichen Workshop sprechen wir miteinander. Was zieht dich zur Trommel? Wie möchtest du mit ihr arbeiten? Soll sie dich in deiner persönlichen Praxis begleiten, in Ritualen, Meditation, Sound Healing oder in deiner Arbeit mit anderen Menschen? Oder kannst du das noch gar nicht sagen?

Auch das ist vollkommen in Ordnung. Du darfst mit einer Ahnung kommen.

Gemeinsam schauen wir auf Größe, Holz und Tierhaut, auf Klang, Anwendung und das, was dich intuitiv anspricht. Aus diesem Gespräch entsteht die erste Form deiner Trommel. Den Ring bereite ich anschließend individuell für dich vor. Wenn du zum Workshop kommst, beginnt dein Instrument deshalb nicht bei null – es trägt bereits etwas von deiner Geschichte in sich.

Dann wird aus einer Vorstellung etwas Reales

Holzring liegt vor dir, die eingeweichte Haut, Schnüre und Werkzeug. Und dann deine Hände. Irgendwann hilft dir alles Nachdenken nicht mehr weiter.

Genau das hat Philipp beim Bau seiner großen Pferdetrommel erlebt. Zunächst versuchte er herauszufinden, welche Stelle der Haut am schönsten aussieht und wo sein Ring am besten liegen müsste. Er analysierte, schaute, überlegte – bis er merkte, dass sein Verstand ihn gerade von dem wegführte, was sich eigentlich richtig anfühlte.

Also begann er, den Ring über die Haut zu bewegen und anders hinzuhören. Nicht mehr: Wo sieht es am besten aus? Sondern: Wo fühlt es sich richtig an?

Später fasste er diesen Moment mit einem ziemlich einfachen Satz zusammen: „Verstand, sei ruhig.“

Du kannst bei mir lernen, wie man eine Trommel baut. Ich zeige dir das Handwerk, achte auf die Konstruktion und helfe dir mit dem Material. Aber irgendwann musst du selbst entscheiden. Es ist deine Trommel.

Erst baust du an deiner Trommel. Und irgendwann baut sie an dir.

Bei Philipp wurde genau das sichtbar. Er ist es gewohnt, Dinge mit dem Kopf zu lösen, schnell und präzise zu arbeiten und Kontrolle zu haben. An diesem Tag versuchte er etwas anderes: Wenn er merkte, dass der Kopf wieder übernehmen wollte, hielt er inne, atmete und nahm sich Zeit. Selbst als andere längst weiter waren und genau das normalerweise Stress in ihm ausgelöst hätte.

Der Bau seiner Trommel wurde damit irgendwann zu mehr als der Frage, wie man Haut und Holz miteinander verbindet. Plötzlich ging es auch darum, wie er selbst mit Kontrolle, Zeit und Vertrauen umgeht.

Das kann man nicht planen. Und ich verspreche niemandem, dass ein Trommelbau-Workshop einen bestimmten persönlichen Prozess auslösen wird. Aber ich erlebe immer wieder, dass etwas passiert, wenn wir viele Stunden konzentriert mit unseren Händen arbeiten: Du begegnest dem Material. Und manchmal begegnest du dabei dir selbst.

Du baust nicht neben anderen. Ihr baut gemeinsam.

Ein STANI DRUM Workshop ist ein Intensivtag. Wir arbeiten konzentriert, essen gemeinsam, reden, werden still, helfen uns und gehen wieder an unsere Trommeln. Und manchmal passiert innerhalb einer Gruppe etwas, das niemand planen kann.

Zwischen den Bauphasen essen wir gemeinsam: frisch zubereitet, überwiegend vegan und – wenn es die Jahreszeit erlaubt – mit Gemüse, Zutaten und Kräutern vom Amperhof oder aus dem Garten. Wasser, Tee und Getränke begleiten uns durch den Tag. Dieses Essen ist keine Unterbrechung, sondern eine bewusste Pause, um anzukommen, sich auszutauschen und wieder Kraft für die nächsten Stunden zu sammeln.

Sebastian beschrieb die gemeinsamen Tage später als „leicht surreal“. Einer seiner stärksten Momente begann schon vor dem eigentlichen Bau: gemeinsam die Häute in den Weiher bringen, ins Wasser steigen, die Materialien vorbereiten und langsam die anderen Menschen kennenlernen. Aus einzelnen Teilnehmern wurde irgendwann eine Gruppe.

„Es ist wie ein Retreat. Man lässt sich fallen, man lässt los.“

Was ich daran besonders mag: Du musst dafür keine Rolle spielen. Du musst nicht besonders spirituell sein und nichts darstellen. Sebastian beschrieb es selbst so: Sie waren keine fertige Clique spiritueller Menschen. Trotzdem bekam das Wochenende für ihn etwas von einem Tribe, etwas Zeremonielles.

Nicht, weil wir versucht haben, Spiritualität zu produzieren. Sondern weil Menschen zusammenkommen, gemeinsam mit ihren Händen arbeiten, essen, lachen, sich konzentrieren, in die Natur gehen und über viele Stunden etwas erschaffen, das ihnen wirklich etwas bedeutet.

Wir arbeiten am Amperhof in Olching bei München: ein alter, weitläufiger Landhof mit rund vier Hektar Land, direkt an der Amper. Der Ort ist seit Jahrzehnten mit gemeinschaftlicher Ritualarbeit verbunden – auch durch Wurzeln der Erde / Raíces de la Tierra. Wasser, Feuer, Natur und die Menschen, die zusammenkommen, sind hier keine Kulisse, sondern Teil des gemeinsamen Tages.

Je nach Workshop und Jahreszeit können Heil- und Wildkräuter vom Land oder aus der unmittelbaren Umgebung die Vorbereitung, den gemeinsamen Tisch oder Tee und andere Getränke begleiten. Nicht als Programm, sondern weil die Verbindung zum Land und zu den Pflanzen an diesem Ort ganz selbstverständlich da ist.

Viele Teilnehmer erleben auch einen kleinen Kräutergang mit Heilkräutern wie Artemisia, verschiedenen Salbei-Sorten und Räucherkraut. Sie nehmen ausgewählte Kräuter und einen Kombucha-Ansatz mit nach Hause – für eigene vitalisierende, fermentierte Tees.

Bei ausgewählten Terminen schließt sich am Abend des Trommelbautags eine Schwitzhütte an – als freiwilliger, behutsam gehaltener Teil des gemeinsamen Prozesses. Mehr als einmal habe ich danach gehört: „Das war der Wahnsinn.“ Sie ist kein fester Bestandteil jedes Workshops.

Für ausgewählte mehrtägige Workshopformate beginnt die gemeinsame Zeit bereits am Vorabend: Anreise, Zeltübernachtung, Pizza aus dem Holzofen und erstes Ankommen. Am nächsten Tag bauen wir die Trommeln und schließen – wenn es im Ablauf passt – am Abend mit einer Schwitzhütte ab. Der Tag danach gehört der Integration: gemeinsam spielen, trommeln und erleben, wie Trommeln, Klänge und Menschen immer mehr zu einem harmonischen, euphorischen Gefüge zusammenfinden.

Handwerk und Ritual gehören für mich zusammen

Eine Trommel muss nicht nur eine Bedeutung haben. Sie muss auch eine gute Trommel sein. Deshalb gibt es bei mir keine Trennung zwischen dem Handwerk und dem, was während des Bauens innerlich geschieht.

Wir beschäftigen uns präzise mit Holz, Haut, Spannung, Konstruktion und Klang. Gleichzeitig arbeiten wir mit Materialien, die einmal lebendig waren. Für mich verdienen sie Respekt. Eine Tierhaut ist kein industriell perfektes Kunststoffprodukt. Sie besitzt unterschiedliche Stärken, Strukturen und Eigenschaften. Holz arbeitet. Haut arbeitet. Und aus genau diesen Materialien entsteht unter deinen Händen ein Instrument.

Bei manchen Workshopterminen kommen weitere Elemente dazu – zum Beispiel Natur, gemeinsames Essen, Sound Healing oder eine Schwitzhütte. Aber keines dieser Elemente muss künstlich etwas „Magisches“ erzeugen. Der eigentliche Prozess passiert beim Bauen.

Bei ausgewählten Workshopterminen kann eine Schwitzhütte Teil dieses erweiterten Rahmens sein. Der Amperhof trägt eine lange Tradition von Zeremonien und Schwitzhütten; sie sind dort kein aufgesetztes Programm, sondern gewachsen aus dem Ort und der Gemeinschaft. Eine Schwitzhütte ist jedoch nicht automatisch Bestandteil jedes Workshops.

Und dann klingt sie plötzlich

Einer meiner liebsten Momente ist der Punkt, an dem eine Vorstellung zum ersten Mal einen Klang bekommt. Und manchmal ist dieser Klang vollkommen anders als erwartet.

Philipp hatte eine ziemlich klare Idee davon, wie seine Trommel klingen könnte. Dann spielte er sie – und sie machte etwas anderes. Er beschrieb räumliche, ungewöhnliche Klänge und verband sie unmittelbar mit Bildern und Erfahrungen aus seiner eigenen spirituellen Arbeit. Das war seine persönliche Wahrnehmung.

Aber dahinter steckt etwas, das ich bei Trommeln immer wieder spannend finde: Du kannst Durchmesser, Holz, Haut, Konstruktion und Spannung planen. Und trotzdem kommt irgendwann dieser erste Schlag.

Und dann antwortet dir ein reales Instrument. Nicht deine Vorstellung davon.

Deine Trommel muss noch nicht wissen, wofür sie da ist

Sebastian hat nach dem Workshop etwas gesagt, das ich mittlerweile jedem mitgeben möchte. Er besitzt bereits mehrere Instrumente und arbeitet professionell mit Klang. Trotzdem wollte er seiner neuen Trommel nicht sofort eine Aufgabe geben. Er wollte sie kennenlernen, hören, wie sie reagiert, und spüren, welche Resonanz zwischen ihm und dem Instrument entsteht.

Er sagte sinngemäß, dass er nicht der Spieler sein möchte, der eine Trommel zu etwas zwingt, was sie nicht ist. Ich finde, das ist eine wunderschöne Haltung.

Du musst nach dem Workshop nicht sofort wissen, wie du deine Trommel die nächsten zehn Jahre einsetzen wirst. Spiel sie. Nimm sie mit. Lass sie im Raum stehen. Hör hin. Vielleicht verändert sie deine Arbeit. Vielleicht verändert sich deine Art zu spielen. Vielleicht überrascht sie dich.

Der Workshop endet. Der Prozess nicht unbedingt.

Nach einem intensiven Wochenende fahren irgendwann alle nach Hause. Und dann beginnt ein Teil, über den bei Trommelbau-Workshops erstaunlich wenig gesprochen wird: Die Trommel trocknet weiter, die Haut verändert ihre Spannung, das Instrument kommt in ein anderes Raumklima – und auch du selbst kommst wieder in deinen Alltag.

Marius schrieb mir nach dem Workshop zunächst voller Dankbarkeit über die gemeinsame Erfahrung. Zu Hause am Rhein bemerkte er dann, wie deutlich seine Hirschhaut auf die dortige Luftfeuchtigkeit reagierte. Plötzlich entstanden ganz praktische Fragen: Wie lagere ich meine Trommel? Was passiert mit der Haut? Warum verändert sich die Spannung?

Philipp wiederum merkte nach dem Wochenende, dass auch er selbst Zeit brauchte, um einiges zu verarbeiten. Das gehört für mich inzwischen genauso zum Workshop wie der eigentliche Bautag.

Wir arbeiten mit Naturmaterialien. Holz arbeitet. Haut reagiert. Spannung und Klang können sich verändern. Und manchmal braucht auch der Mensch ein paar Tage, bis er versteht, was an diesem Wochenende eigentlich passiert ist.

Deshalb endet meine Begleitung nicht mit dem letzten Knoten. Auch die Zeit danach gehört zur Beziehung mit deiner Trommel.

Vielleicht ist „fertig“ das falsche Wort

Am Ende des Workshops liegt eine Trommel vor dir. Du hast ihre Haut zugeschnitten, sie gespannt und ihre Schnüre geführt. Du kennst die Entscheidungen, die in ihr stecken. Technisch haben wir etwas fertiggestellt.

Und trotzdem mag ich inzwischen einen anderen Gedanken lieber: Vielleicht wird eine Trommel nicht einfach fertig. Vielleicht beginnt in diesem Moment erst das Kennenlernen.

Sebastian möchte herausfinden, was seine Trommel mit ihm gemeinsam machen will. Philipp musste eine Vorstellung loslassen und entdeckte einen Klang, den er so nicht erwartet hatte. Marius begann zuhause unmittelbar zu erfahren, wie lebendig ein Instrument aus Naturmaterialien auf seine Umgebung reagiert.

Drei Menschen. Drei Trommeln. Drei vollkommen unterschiedliche Geschichten.

Und genau deshalb baue ich diese Workshops so, wie ich sie baue. Es geht nicht darum, dass am Ende acht gleiche Trommeln im Raum stehen.

Es geht darum, dass du mit deiner nach Hause gehst.

Welche Trommel möchte mit dir entstehen?

Vielleicht hast du schon eine genaue Vorstellung. Vielleicht weißt du bereits, welche Größe du möchtest, welches Holz dich ruft oder mit welcher Haut du arbeiten willst. Vielleicht hast du aber auch einfach dieses schwer erklärbare Gefühl:

Da wartet eine Trommel auf mich.

Dann lass uns miteinander sprechen. In einem persönlichen Beratungsgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Intention, deine Anwendung und die Trommel, die daraus entstehen könnte. Du musst vorher nichts entschieden haben.

Du darfst mit einer Ahnung kommen.

Zeitrahmen:

Der eigentliche Trommelbau-Intensivtag beginnt ungefähr um 9:00 Uhr und geht bis etwa 21:00 Uhr. Plane dir bitte nach hinten ein offenes Ende ein. Eine Trommel weiß nicht, dass es 21 Uhr ist: Manche Bauphasen brauchen länger, manchmal braucht auch ein Gespräch oder der Abschluss noch Zeit. Es kann also später werden.

GEMEINSAM BAUEN

Dein nächster schamanischer Trommelbau-Workshop

Ablauf Workshop →
19 Dez 2026mit Schwitzhütte in Olching
16 Jan 2027mit Schwitzhütte in Olching
20 Feb 2027mit Schwitzhütte in Olching
20 Mär 2027mit Schwitzhütte in Olching
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