Ein Tag, der Monate in sich trägt – Trommelbau am Amperhof

Es gibt Trommeln, die an einem Tag gebaut werden und Monate vorher schon zu atmen beginnen.

Bei Phillip begann es mit einem Bild. Nicht mit einer Größe.

Im Laufe der Monate wuchs seine Trommel in Gedanken von 60 über 70 bis auf 80 Zentimeter. Immer begleitet von der Frage: Was will diese Trommel werden?

Hauptsache, die Trommel wird genauso, wie sie werden möchte.

Genau dort beginnt meine Arbeit. Nicht mit Vorgaben. Sondern mit Zuhören, mit Übersetzen und mit gemeinsamem Abwägen.

Welche Aufgabe trägt sie? Welche Größe entspricht ihr? Welches Holz trägt ihren Charakter?

Bei Phillip waren es am Ende drei Hölzer, die zusammen seine Geschichte tragen: Esche für die Brücke, geräucherte Eiche für den Anker und Schwarznuss für die Schattenarbeit.

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Ein Wochenende am Amperhof

Freitag am Amperhof: ankommen, Pizzaofen, die Häute im Wasser, erstes Kennenlernen.

Samstag früh: Materialkunde, Holz und Haut in der Hand. Spannen, Knoten, Schichten. Mittags Suppe, abends Schwitzhütte – und danach weiterarbeiten.

Irgendwann in diesem langen Tag, beim Spannen, legt Phillip den Verstand zur Seite.

Verstand, sei ruhig.

Die Trommel findet ihren Platz. Und als sie klingt, klingt sie anders, als er es geplant hätte. Und genau das ist richtig.

Etwas richtig Großes, Besonderes und Einzigartiges gemeinsam zu kreieren.

Phillip

Dieser Workshop war Handwerk, Begegnung, ein langer Tag – und ein Prozess, der weitergeht.

Auch nach dem Trocknen baut die Trommel weiter. In den Menschen, die sie gemacht haben.

Wenn du bereit bist, darf deine Trommel ebenfalls beginnen.

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